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Fachkräftenachwuchs für das Zimmerergewerbe der Nordoberpfalz
Die neuen Zimmerinnen und Zimmerer mit Gästen aus dem Handwerk und der Politik.
Quelle: Bauinnung Nordoberpfalz, Fachgruppe Zimmerer
Eine Zimmerin und 15 Zimmerer aus den Landkreisen Neustadt und Tirschenreuth und der Stadt Weiden wurden am Donnerstagabend im historischen Ambiente des Schafferhofs in Neuhaus nach erfolgreicher Gesellenprüfung durch die Bauinnung Nordoberpfalz freigesprochen.
Dr. Stephan Oetzinger, Mitglied des Landtags, Landrat Andreas Meier Landrat des Landkreises Neustadt an der Waldnaab, Matthias Grundler, stellvertretender Landrat des Landkreises Tirschenreuth sowie Jürgen Meyer, Bürgermeister der Stadt Weiden unterstrichen durch ihr Erscheinen, wie wichtig der Handwerkernachwuchs für die ganze Region ist.
Als Landtagsabgeordneter erläuterte Dr. Stephan Oetzinger, dass der Handwerkernachwuchs die „Heimat baut“ und damit ein Zuhause für Familien schafft, in der Region, der Oberpfalz und in ganz Bayern. Anschließend betonte Landrat Andreas Meier in seinem Grußwort, dass jeder Bau ein einzigartiges Kunstwerk ist, für das viele Gewerke und Handwerkerhände ineinandergreifen müssen. Für bezahlbaren Wohnraum ist dringend Bürokratieabbau nötig, bei dem er und seine Kollegen die Bauinnung und das Handwerk aktiv unterstützen.
Auch der Vizepräsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Gerhard Ulm stellte heraus, dass der heute freigesprochene Fachkräftenachwuchs einen Wert hat für sich selbst, für die Bauherren, für die Betriebe und für die ganze Gesellschaft. Sein Fazit: „Ihnen stehen viele Türen offen und Sie können ihre Zukunft selbst wählen“.
Der Zimmerer-Obermeister der Bauinnung Nordoberpfalz Adrian Blödt aus dankte den Auszubildenden sowie den Ausbildungsbetrieben, Ausbildenden, Lehrern und den Familien für ihr Engagement und die Unterstützung beim Einstieg ins Berufsleben. Den Sponsoren der Freisprechungsfeier aus Handwerk, Industrie und den Banken dankte er für die Unterstützung. Er erinnerte aber auch daran, dass 25 Nachwuchshandwerker für die Landkreise Neustadt und Tirschenreuth und die Stadt Weiden mit insgesamt 200.000 Einwohnern zu wenig sind. Gerade in Zeiten mit Änderungen in vielen Berufen wegen der „Künstlichen Intelligenz“, sind die Maurer- und Zimmerer-Berufe krisensicher, da die echte Handarbeit nicht ersetzt werden könne.
Die rund 150 Anwesenden, Vertreter der Berufsschulen Furth im Wald, Grafenwöhr, Schwandorf und Wiesau sowie die Mitglieder der Gesellenprüfungsausschüsse Maurer und Zimmerer erhoben sich, als Obermeister Adrian Blödt die Junggesellin und die Junggesellen feierlich von der Verpflichtung der Ausbildung freisprach und damit die Ausbildung traditionell beendete.
Unter dem Applaus der Gäste überreichte Obermeister Blödt die Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse an die Zimmerergesellin und -gesellen und sein Kollege, Bauinnungsobermeister und Maurermeister Werner Ott aus Neusorg, an die Maurergesellen. Mit den besten Wünschen für die private und berufliche Zukunft schloss Obermeister Blödt den offiziellen Teil und leitete mit dem Handwerkergruß zum gemütlichen Beisammensein über. Nicht ohne nochmals zu betonen: „Ihr seid ab heute die Fachkräfte, auf die wir jetzt zählen. Ihr bringt neue Ideen mit, einen selbstverständlichen Umgang mit digitaler Technik und den Mut, Gewohntes zu hinterfragen. Nutzt das. Fragt, wie es besser, sicherer, ressourcenschonender und klüger gehen kann.“